Wie die Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt, hat die Zahl der Autodiebstähle nach einem vorübergehenden Rückgang während der Coronapandemie wieder zugenommen. Im Jahr 2023 wurden 14.585 Autos gestohlen (Gesamtschaden: 312 Millionen Euro). Im Jahr 2024 wurden 14.162 kaskoversicherte Pkw-Diebstähle registriert. Der wirtschaftliche Schaden lag im letzten Jahr bei rund 293 Millionen Euro. Die durchschnittlichen Kosten pro Diebstahl sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Während sie 2018 noch bei 14.500 Euro lagen, sind es heute rund 20.700 Euro.

Besonders begehrt sind hochwertige SUVs und Fahrzeuge der oberen Mittel- und Oberklasse. Wie bereits 2023 standen auch im letzten Jahr Modelle des Toyota-Konzerns bei Autodieben hoch im Kurs. In der Liste der zehn am häufigsten gestohlenen Autos sicherte sich der japanische Hersteller die ersten drei Plätze. Laut der Auswertung “Lieblinge der Autodiebe 2024″ belegt der Lexus NX (erste Generation) Rang eins, dicht gefolgt vom Toyota Land Cruiser (vierte Generation) und dem Lexus UX (erste Generation). Porsche 911-Modelle sind ebenfalls unter den Diebstahl-Hits, mit einer durchschnittlichen Schadenssumme von über 100.000 Euro pro Diebstahl. Auch die Marken Kia, Hyundai und Audi sind häufig von Diebstählen betroffen.

Die steigenden Schäden und die Präferenz für bestimmte Modelle zeigen einen klaren Trend. Dieser weist sowohl auf die Wertigkeit der Fahrzeuge als auch auf das gewachsene Diebstahlrisiko hin. Da sich Autodiebe zunehmend auf teurere Autos konzentrieren, müssen Versicherer hohe Entschädigungszahlungen leisten.

Die Teilkaskoversicherung deckt Schäden durch Diebstahl ab. Vollkaskoversicherte sind ebenfalls abgesichert, da die Teilkaskoversicherung in der Vollkaskoversicherung enthalten ist. Ein Diebstahl hat keinen Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt des Versicherten.

Quelle: GDV, Autodiebstahlstatistik 2024, veröffentlicht am 18.09.2025.