Seit den 1950er Jahren hat sich die Zahl der Hitzetage mit Temperaturen von über 30 Grad in Deutschland etwa verdreifacht – mit steigender Tendenz, insbesondere im Osten und Süden. Gleichzeitig nehmen Schäden durch Naturgefahren zu. Allein im Jahr 2024 verursachten Starkregen, Hochwasser, Sturm und Hagel versicherte Schäden in Höhe von rund 5,7 Milliarden Euro.

Hohe Temperaturen selbst schädigen Wohngebäude zwar nicht direkt. Nach längeren Hitzeperioden steigt jedoch das Risiko von Starkregen, Überschwemmungen und Rückstau. Die dadurch verursachten Schäden sind nicht durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt, sondern lassen sich nur über eine zusätzliche Elementarschadenversicherung absichern. Das gilt auch für die Hausratversicherung, wenn Möbel, Elektrogeräte oder Vorräte im Keller oder Erdgeschoss durch eingedrungenes Wasser beschädigt werden.

Auch im Straßenverkehr birgt extreme Hitze Gefahren. Auf stark aufgeheizten Fahrbahnen können sogenannte „Blow-ups“ – plötzliche Aufwölbungen oder Risse im Asphalt – entstehen und Unfälle verursachen. Schäden am eigenen Fahrzeug sind in solchen Fällen je nach Schadenart über die Voll- oder Teilkaskoversicherung abgesichert. Eine Haftung der Straßenmeistereien kommt nur in Betracht, wenn ihnen eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht nachgewiesen werden kann.

Quelle: Gesamtverband der Versicherer (GDV)